Depot eröffnen: Die ersten Schritte an der Börse
Veröffentlicht am 17. Oktober 2026 · geprüft am 18. September 2026 · Redaktion

Ein Wertpapierdepot ist die Voraussetzung, um Aktien, ETFs und andere Wertpapiere zu kaufen und zu verwahren. Es lässt sich bei einer Bank oder einem Online-Broker eröffnen — meist online in wenigen Schritten mit Identitätsprüfung.
Ein Depot verwahrt Wertpapiere getrennt vom Bankguthaben, sodass sie auch bei einer Insolvenz des Anbieters dem Anleger gehören. Zur Eröffnung braucht es einen Identitätsnachweis (etwa per Video- oder Post-Ident) und ein verknüpftes Verrechnungskonto. Broker unterscheiden sich in Gebühren, Handelsplätzen und angebotenen Produkten. Die Wahl sollte sich am eigenen Bedarf orientieren, nicht an Werbung.
Was ist ein Depot?
Ein Wertpapierdepot ist ein Konto speziell für Wertpapiere — vergleichbar mit einem Girokonto, nur dass darin keine Euro-Guthaben, sondern Aktien, ETFs und Anleihen liegen.
Wichtig ist die rechtliche Trennung: Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen beziehungsweise Eigentum des Anlegers und fallen nicht in die Insolvenzmasse des Brokers. Das unterscheidet ein Depot von reinem Guthaben.
Wie eröffne ich ein Depot?
Die Eröffnung läuft heute meist vollständig online: Antrag ausfüllen, Identität per Video- oder Post-Ident nachweisen, Verrechnungskonto festlegen und die Bestätigung abwarten.
Danach kann Geld auf das Verrechnungskonto überwiesen und der erste Kauf getätigt werden. Der gesamte Vorgang dauert je nach Anbieter von wenigen Minuten bis zu einigen Tagen, abhängig von der Identitätsprüfung.
Worauf sollte man bei der Broker-Wahl achten?
Wichtig sind die Kostenstruktur (Ordergebühren, Depotführung, Sparplan-Kosten), die verfügbaren Handelsplätze und Produkte sowie die Zuverlässigkeit und Regulierung des Anbieters.
Für einen langfristigen ETF-Sparplan zählen andere Kriterien als für aktives Daytrading. Ein seriöser Broker unterliegt der Aufsicht (in Deutschland der BaFin) und ist einer Einlagensicherung angeschlossen. Sehr günstige oder unregulierte Anbieter sollten kritisch geprüft werden.
Viele Broker bieten ein kostenloses Demokonto an, mit dem sich die Handelsplattform ohne echtes Geld ausprobieren lässt. Für Einsteiger ist das der sinnvollste erste Schritt — so lernt man Orderarten und Bedienung kennen, bevor echtes Kapital im Spiel ist.
Welche Unterlagen und Voraussetzungen brauche ich?
Nötig sind in der Regel ein gültiger Ausweis, eine Steuer-Identifikationsnummer, eine Bankverbindung und ein Mindestalter von 18 Jahren.
Manche Broker verlangen zusätzlich Angaben zu Kenntnissen und Erfahrung, besonders bei riskanten Produkten wie CFDs. Diese Abfrage dient dem Anlegerschutz und ist gesetzlich vorgeschrieben.
- Depot = Konto für Wertpapiere, rechtlich vom Guthaben getrennt
- Eröffnung meist online mit Video- oder Post-Ident
- Auf Gebühren, Handelsplätze und Regulierung achten
- Seriöse Broker sind BaFin-reguliert und einlagengesichert
- Demokonto zuerst nutzen, bevor echtes Geld eingesetzt wird
Häufige Fragen
Kostet ein Depot Geld?
Viele Online-Broker führen das Depot kostenlos. Kosten entstehen meist pro Order oder bei bestimmten Zusatzleistungen.
Kann ich mehrere Depots haben?
Ja, es ist erlaubt und teils sinnvoll, etwa um Sparpläne und aktives Handeln zu trennen.
Was passiert mit meinen Aktien bei Insolvenz des Brokers?
Wertpapiere im Depot gehören dem Anleger und fallen nicht in die Insolvenzmasse. Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist über die Einlagensicherung geschützt.
Quellen
- BaFin, Wertpapierdepot und Anlegerschutz · bafin.de · Regeln zu Depots, Einlagensicherung und Broker-Aufsicht.
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