Zum Inhalt

Orderarten verstehen: Market, Limit und Stop

Veröffentlicht am 21. Oktober 2026 · geprüft am 18. September 2026 · Redaktion

Orderarten verstehen: Market, Limit und Stop

Eine Order ist der Auftrag an den Broker, ein Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen. Die wichtigsten Orderarten sind die Market-Order (sofort zum aktuellen Kurs) und die Limit-Order (nur zu einem festgelegten oder besseren Kurs) — die richtige Wahl schützt vor unerwarteten Ausführungskursen.

📋 Kurz zusammengefasst

Mit der Orderart legt man fest, wie ein Auftrag ausgeführt wird. Eine Market-Order wird sofort zum nächstverfügbaren Kurs ausgeführt, eine Limit-Order nur bis zu einem selbst gesetzten Kurs. Ergänzend gibt es Stop-Orders, die erst bei Erreichen einer Kursschwelle aktiv werden. Wer die Orderarten kennt, vermeidet böse Überraschungen bei der Ausführung.

Was ist eine Market-Order?

Eine Market-Order (Bestens- oder Billigst-Order) wird sofort zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt — Priorität ist die schnelle Ausführung, nicht der genaue Preis.

Der Vorteil ist die sichere und schnelle Ausführung. Der Nachteil: Bei wenig gehandelten Werten oder in hektischen Marktphasen kann der tatsächliche Ausführungskurs vom zuletzt angezeigten abweichen. Für stark gehandelte Werte ist die Abweichung meist gering.

Was ist eine Limit-Order?

Bei einer Limit-Order legt man den maximalen Kauf- oder minimalen Verkaufskurs fest; die Order wird nur ausgeführt, wenn der Markt dieses Limit erreicht.

Das schützt vor schlechten Ausführungskursen. Der Preis dafür: Erreicht der Markt das Limit nicht, wird die Order gar nicht ausgeführt. Für die meisten überlegten Käufe und Verkäufe gilt die Limit-Order als die sicherere Wahl.

Was sind Stop-Orders?

Eine Stop-Loss-Order wird zum Verkauf aktiv, sobald der Kurs unter eine festgelegte Schwelle fällt; eine Stop-Buy-Order löst einen Kauf aus, sobald der Kurs eine Schwelle überschreitet.

Die Stop-Loss-Order ist ein zentrales Werkzeug des Risikomanagements, weil sie Verluste automatisch begrenzt. Bei Kurslücken wird sie allerdings nicht immer exakt zum Stop-Kurs ausgeführt, sondern zum nächsten verfügbaren Kurs.

💡 Gut zu wissen

Ergänzend gibt es Zusätze zur Gültigkeit: „tagesgültig“ bedeutet, dass die Order am Ende des Handelstags verfällt, wenn sie nicht ausgeführt wurde; „gültig bis“ setzt ein längeres Verfallsdatum. Wer das übersieht, wundert sich, warum eine Order plötzlich verschwunden ist oder noch offen liegt.

Welche Orderart soll ich wählen?

Für die meisten überlegten Käufe und Verkäufe ist die Limit-Order die sichere Wahl; die Market-Order eignet sich, wenn die schnelle Ausführung wichtiger ist als der genaue Kurs.

Wer Verluste absichern will, kombiniert seine Position mit einer Stop-Loss-Order. Gerade Einsteiger fahren mit Limit-Orders gut, weil sie den Ausführungskurs kontrollieren und teure Überraschungen vermeiden.

✓ Das Wichtigste in Kürze

  • Market-Order: sofortige Ausführung, aber Kurs nicht garantiert
  • Limit-Order: nur zum Wunschkurs oder besser — sicherer bei der Preiskontrolle
  • Stop-Loss: begrenzt Verluste automatisch, zentrales Risikowerkzeug
  • Bei Kurslücken kann die Ausführung vom Zielkurs abweichen
  • Gültigkeit (tagesgültig / gültig bis) beachten

Häufige Fragen

Market- oder Limit-Order — was ist besser?

Für Preiskontrolle die Limit-Order, für garantierte schnelle Ausführung die Market-Order. Einsteiger fahren mit Limit-Orders meist sicherer.

Kostet eine Limit-Order mehr?

Bei den meisten Brokern kostet die Orderart selbst nichts extra; es gilt die normale Ordergebühr.

Wird ein Stop-Loss immer zum genauen Kurs ausgeführt?

Nein. Bei Kurslücken wird zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt, der ungünstiger sein kann.

Quellen

  • Deutsche Börse, Orderarten · deutsche-boerse.com · Erläuterung der gängigen Orderarten und Zusätze.

Order im Lexikon · Limit-Order · Stop-Loss

Redaktion: Dieser Beitrag wurde redaktionell erstellt und geprüft. Fachliche Angaben tragen ein Stand-Datum; Korrekturen kennzeichnen wir sichtbar.

Weitere Beiträge

Alle Ratgeber