Wie funktioniert die Börse? Einfach erklärt
Veröffentlicht am 28. September 2026 · geprüft am 18. September 2026 · Redaktion

Die Börse ist ein organisierter Handelsplatz, an dem Käufer und Verkäufer von Wertpapieren zusammenkommen und Kurse entstehen. In Deutschland läuft der größte Teil des Aktienhandels über die elektronische Handelsplattform Xetra der Frankfurter Wertpapierbörse.
An der Börse werden Aktien, Anleihen, Fonds und andere Wertpapiere gehandelt. Kurse entstehen laufend aus Angebot und Nachfrage: Gibt es mehr Kaufaufträge als Verkaufsaufträge, steigt der Kurs, im umgekehrten Fall fällt er. Privatanleger handeln nicht direkt an der Börse, sondern über einen Broker oder eine Bank, die die Aufträge weiterleitet.
Was passiert an der Börse?
An der Börse treffen Kauf- und Verkaufsaufträge aufeinander, und aus ihrem Verhältnis wird laufend ein Kurs festgestellt.
Eine Börse sorgt für einen geordneten, transparenten Handel mit festen Regeln. Sie stellt sicher, dass Aufträge fair ausgeführt werden und dass für jedes Wertpapier jederzeit ein nachvollziehbarer Preis existiert. In Deutschland ist die Frankfurter Wertpapierbörse mit dem System Xetra der wichtigste Handelsplatz.
Wie entsteht ein Aktienkurs?
Der Kurs entsteht aus Angebot und Nachfrage: Er steigt, wenn mehr Anleger kaufen wollen als verkaufen, und fällt, wenn das Verhältnis umgekehrt ist.
Dahinter stehen viele Faktoren: Unternehmensnachrichten, Quartalszahlen, gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, Zinsen und die allgemeine Stimmung. Deshalb schwankt ein Kurs ständig. Niemand kann verlässlich vorhersagen, wie er sich entwickelt — auch vergangene Kursverläufe sind kein sicherer Hinweis auf die Zukunft.
Zwischen Kauf- und Verkaufskurs liegt immer eine kleine Spanne, der sogenannte Spread. Er ist einer der Kostenpunkte beim Handel: Wer kauft und sofort wieder verkauft, macht allein durch den Spread einen kleinen Verlust. Bei häufigem Handel summieren sich Spread und Gebühren spürbar.
Wie kommt ein Privatanleger an die Börse?
Privatanleger handeln nicht direkt, sondern über ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker, der die Aufträge an die Börse weiterleitet.
Der Anleger erteilt eine Order — etwa den Kauf einer bestimmten Aktienzahl — und der Broker führt sie an einem Handelsplatz aus. Für die Ausführung fallen je nach Anbieter Gebühren an, die sich deutlich unterscheiden können.
Was ist ein Index wie der DAX?
Ein Index bündelt mehrere Aktien und bildet ihre gemeinsame Entwicklung ab; der DAX umfasst die 40 größten börsennotierten deutschen Unternehmen.
Ein Index dient als Stimmungsbarometer für einen Markt. Steigt der DAX, haben sich die enthaltenen Aktien im Schnitt positiv entwickelt. Ein Indexstand allein sagt aber nichts über die künftige Entwicklung aus.
- Börse = organisierter Handelsplatz für Wertpapiere
- Kurse entstehen laufend aus Angebot und Nachfrage
- Privatanleger handeln über einen Broker, nicht direkt
- Spread und Gebühren sind laufende Kosten beim Handel
- Ein Index wie der DAX bündelt mehrere Aktien als Barometer
Häufige Fragen
Wann ist die Börse geöffnet?
Xetra handelt an Werktagen üblicherweise von 9:00 bis 17:30 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten gibt es teils außerbörslichen Handel mit anderen Bedingungen.
Was ist der Unterschied zwischen Xetra und Parketthandel?
Xetra ist der elektronische Handel, der den Großteil des Volumens abwickelt. Der Parketthandel läuft über Makler und spielt heute eine kleinere Rolle.
Kann ich rund um die Uhr handeln?
An der regulären Börse nein. Manche Broker bieten außerbörslichen Handel mit längeren Zeiten an, oft zu anderen Konditionen.
Quellen
- Deutsche Börse, Wissen · deutsche-boerse.com · Grundlagen zu Handelsplätzen, Xetra und Kursbildung.
- BaFin, Börse und Wertpapierhandel · bafin.de · Aufsicht und Regeln des Wertpapierhandels in Deutschland.
Börse im Lexikon · DAX · Order
